Wie wird die Kirche in den heutigen Medien dargestellt und ist dies für die Kirche ein geeigneter Motor, um neue Anhänger für sich begeistern zu können? Die Frage stellt sich vor allem jetzt in der Debatte um die Missbrauchsvorfälle. Ein ungemeiner Schaden für die Kirche.

Berichterstattung zu den Vorfällen in der Kirche

Wie kann man neutrale Berichterstattung erwarten, wenn die Missbrauchsvorfälle kein Einzelfall mehr sind, sondern sich zunehmend häufen? Wie kann man als Berichterstatter noch objektiv bleiben, wenn sich herausstellt, dass die Opfer jahrelang schikaniert und zum Schweigen gezwungen wurden? Der Umgang der Medien ist verständlich, denn man kann diese Taten nicht begreifen. Das Abstruse ist, dass diese Taten in der Kirche passierten, dem Ort, an dem sich die Gemeinde, jeder einzelne von ihnen, am sichersten fühlen sollte. Die Kirche, in der man Geborgenheit erfahren sollte und Schutz. Man kann es nicht nachvollziehen, weil es bei einem solchen Vergehen nichts zu verstehen gibt.

Die Kirche sollte durchgreifen

Die Medien sind nicht zimperlich und das hat seine Gründe. Die Täter dürfen nicht ungestraft davonkommen und das gelingt am besten, wenn die Journalisten die einzelnen Geschichten weiterverfolgen, sodass es nicht möglich ist, irgendeinen der Vorfälle unter den Teppich zu kehren. Damit wird vor allem signalisiert, dass die Öffentlichkeitsarbeit der Kirche den Menschen nicht ausreichend zu sein scheint. Denn wo es immerzu zu Missverständnissen kommt, da ist mangelnde Kommunikation meist die Ursache. Diese fehlende Transparenz und Negativschlagzeilen sorgen für das zunehmend schlechtere Image der Kirche in den Medien. Doch es sind nicht nur die Schattenseiten, die die Medien aufdecken.

Auch positive Seiten der Kirche werden der Öffentlichkeit nicht vorenthalten. Vor allen Dingen nach besonderen Events und Veranstaltungen, die im Rahmen der Kirche möglich gemacht wurden, ist die positive Resonanz ein Grund, auch vorteilhaft für die Kirche über diese zu berichten. So werden auch die sozialen Medien zum Sprachrohr vieler, die am Weltjugendtag teilgenommen haben, um von der wunderbaren Erfahrungen zu berichten, die sie im Zuge dieser Vereinigung mit anderen Christen erlebt haben.



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